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Beschwerden + Diagnose

Welche Beschwerden können auftreten?

Kleine Leistenbrüche verursachen am Anfang oft nur leichte Beschwerden wie ziehende Schmerzen oder ein Druckgefühl in der Leistenregion, v.a. bei körperlicher Belastung. Bei Männern strahlt der Schmerz häufig in Richtung Hoden aus. Wenn der Bruch größer wird, kommt es dann zu einer tast- und sichtbaren Schwellung in der Leiste, die im Liegen meist wieder "weggedrückt" werden kann. Bei Kindern entdecken die Eltern oft zufällig beim Wickeln oder der Körperpflege eine schmerzlose Schwellung in der Leiste oder dem Hodensack.

Selten, aber gefährlich: die Einklemmung

Gefährlich kann ein Leistenbruch werden, wenn der Inhalt des Bruchsacks, z.B. ein Teil des Darms, einklemmt. Dann kann das eingeklemmte Gewebe von der Blutzufuhr abgeschnitten werden und absterben. Es kann zu einem Darmverschluss und zu einer lebensgefährlichen Bauchfellentzündung kommen. Diese Situation erfordert eine sofortige Operation. Eine Einklemmung ist aber eine seltene Komplikation eines Leistenbruchs.

Diagnose

Zur gezielten Diagnostik durch den erfahrenen Untersucher gehören das Erfragen der Beschwerden und der Krankengeschichte, die körperliche Untersuchung und die Ultraschalluntersuchung (Sonographie).

Bei der körperlichen Untersuchung wird die Leistengegend rechts und links sowohl im Stehen als auch im Liegen abgetastet, bei Männern werden zusätzlich die Hoden und der Leistenkanal untersucht. Die Ultraschalluntersuchung ist besonders sinnvoll bei stark übergewichtigen Patienten und hilft bei der Abgrenzung von anderen möglichen Erkrankungen.

Welche anderen Erkrankungen können Ursache für die Beschwerden sein?

Ein Leistenbruch muss von anderen Bruchtypen, vor allem von einem Schenkelbruch, abgegrenzt werden. Auch eine Lymphknotenvergrößerung kann ähnlich aussehen wie ein Leistenbruch. Ursache für Beschwerden und Schmerzen in der Leistenregion können ebenso Bänderreizungen, Veränderungen des Hüftgelenks oder der Wirbelsäule sein. Auch Gefäßveränderungen oder Erkrankungen der Hoden und Nebenhoden müssen vom Arzt ausgeschlossen werden.